THW-Haushalt 2023: THW-BV setzt sich für ein starkes Ehrenamt ein.

Moderne Ausbildung und ein motiviertes Ehrenamt sind die Basis des Bevölkerungsschutzes.

„Die Nacht der langen Messer“ – die Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages findet vom 10. auf den 11. November 2022 statt. Dann steht der Bundeshaushalt 2023 fest und muss im Parlament 14 Tage später bestätigt werden. Bis dahin werden noch viele weitere Gespräche geführt, in denen sich der Vorstand der THW-Bundesvereinigung für den Bevölkerungsschutz und im Besonderen für das THW stark macht.

Die Ereignisse der letzten Jahre – der Starkregen nach Sturmtief Bernd, die Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine, Cybergefährdung, etc. – erfordern ein Umdenken bzw. einen Neustart des Bevölkerungsschutzes und einen Wiederaufbau des deutschen Zivilschutzes. Dafür braucht es ein starkes THW mit einem gut ausgebildeten und motivierten Ehrenamt – dem Rückgrat des Bevölkerungsschutzes.
Die Aufwüchse der vergangenen Jahre konnten Fähigkeitslücken schließen und veraltete Technik ersetzen. Trotz Auslaufen der Mittel aus dem Ergänzungshaushalt und den Konjunkturpaketen muss das Ehrenamt im THW seine Aufgaben erfüllen können. Es gibt noch immer viel zu tun, um das THW weiter auf Kurs zu halten und neue übertragene Aufgaben, wie die Cyberhilfe, erfüllen zu können. Daher gehören Selbstbewirtschaftungsmittel der Ortsverbände, Investitionen in Ausbildung und Liegenschaften sowie eine verlässliche Ausfinanzierung der Logistikzentren zu den Kernforderungen der THW-Bundesvereinigung e.V. THW-BV Präsident Martin Gerster (MdB) sowie die Vizepräsidenten Andrea Lindholz (MdB) und Christian Herrmann besuchten in den vergangenen Wochen bundesweit viele Ortsverbände. Ihnen begegneten überall motivierte THW-Helferinnen und -Helfer, die offen über ihre Probleme und Sorgen sprachen. Überall herrschte Einigkeit: Der Fuhrpark ist gut aufgestellt und so modern wie nie zuvor. Doch immer wieder kam das Liegenschaftsproblem zur Sprache. Rund 200 der insgesamt 668 Unterkünfte sind sanierungsbedürftig oder zu klein. Keine oder kaum vorhandene Umkleidekabinen für Frauen oder die THW-Jugend - hier muss Abhilfe geschaffen werden. Mit einem weiteren großangelegten THW-Neubauprogramm von knapp 100 Mio. Euro für den Haushalt 2022 können 31 Unterkünfte neu gebaut oder generalsaniert werden. Weitere 30 sind in Planung. Für THW-BV Präsident Martin Gerster (MdB) ist klar, dass dieses Bauprogramm jetzt zügig umgesetzt werden muss und Weichen für eine weitere Tranche gestellt werden.

„Das Ehrenamt muss mehr Wertschätzung erfahren. Das fängt bei Unterkünften und Ausrüstung an. Deshalb engagiert sich die THW-Bundesvereinigung e.V. für eine Stärkung der SB-Mittel der Ortsverbände sowie eine auskömmliche Finanzierung der Aus- und Fortbildung von Ehrenamtlichen“, sagt THW-BV Präsident Martin Gerster (MdB).


Seit November 2021 ist Martin Gerster (MdB) Präsident der THW-Bundesvereinigung. Von 2018 bis 2021 engagierte er sich bereits als THW-BV Vizepräsident für das THW.
Foto: THW-BV
Andrea Lindholz (MdB) wurde im November 2021 zur Vizepräsidentin der THW-Bundesvereinigung gewählt. Bereits vorher engagierte sie sich stark für das THW.
Foto: Andrea Lindholz

 

Die THW-Bundesvereinigung verschafft sich aber nicht nur einen Eindruck in den Ortsverbänden. Auf Einladung von THW-Bundessprecher Wolfgang Lindmüller erörterte THW-BV Präsident Martin Gerster die aktuelle Haushaltssituation und -bedarfe in einer Videoschalte kürzlich mit den Landessprechern. Zusammen mit THW-BV Vizepräsident Christian Herrmann besuchte THW-BV Präsident Martin Gerster (MdB) die Blaulichtkonferenz der SPD-Bundestagsfraktion zum Thema „Krisenfest durch die Zeitenwende“. Es wurde intensiv über die Herausforderungen im Bevölkerungsschutz debattiert, dabei erhielten viele anwesende Abgeordnete einen Einblick in die Probleme und Hürden im Zivil- und Katastrophenschutz.
Als stellvertretende Fraktionsvorsitzende sensibilisiert THW-BV Vizepräsidentin Andrea Lindholz (MdB) in der Opposition für dieses wichtige Thema und setzt sich für die Ausfinanzierung der insgesamt acht notwendigen Logistikzentren ein.

 

„Wir müssen konsequent Lehren ziehen aus den Krisen der letzten Jahre und sollten nicht am falschen Ende sparen“, so THW-BV Vizepräsidentin Andrea Lindholz (MdB).

Außerdem liegt ihr das Thema Digitalisierung – in der Verwaltung sowie in der Ausbildung – am Herzen. In Sachen Bevölkerungsschutz hat sich in den letzten Jahren viel getan. Hier wird die Bundesvereinigung am Ball bleiben und dem THW nachhaltig den Rücken stärken. Wir helfen denen, die helfen.
In der Woche vom 21. November 2022 findet die 2. und 3. Lesung im Deutschen Bundestag statt und es wird über die Ergebnisse der Bereinigungssitzung - der abschließenden Sitzung des Haushaltsausschusses – final diskutiert und über den Bundesetat 2023 abgestimmt.

Berlin, 29. September 2022.

Zurück