Satzungsbeschluss „Helfen in der Not – Museum der Deutschen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks in Fulda“

Historischer Zusammenschluss stärkt die Vermittlung des Bevölkerungsschutzes in Deutschland

Gruppenbild Partner des neuen Museums (Foto: Friedrich Kulke/DFV)

Mit dem geplanten gemeinsamen Museum der Deutschen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks entsteht in Fulda ein bundesweit einzigartiger Ort zur Geschichte des Bevölkerungsschutzes. Die Zusammenarbeit wurde nun durch einen satzungsgemäßen Zusammenschluss offiziell besiegelt.

Fulda – Martin Gerster, MdB, Präsident der THW-Bundesvereinigung e. V., hat den Zusammenschluss von Deutschem Feuerwehr-Museum und THW-historischer Sammlung als „historischen Meilenstein“ bezeichnet. Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Deutschen Feuerwehr-Museums e. V. in Fulda wurde die seit mehreren Jahren vorbereitete Zusammenarbeit formal beschlossen.

Die THW-historische Sammlung befindet sich seit 2021 unter dem Dach der THW-Bundesvereinigung. Bereits im selben Jahr hatten die beteiligten Partner in einem Letter of Intent das Ziel eines gemeinsamen Museums von Feuerwehren und THW in Fulda festgeschrieben. Mit dem nun beschlossenen Zusammenschluss arbeiten der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und das THW künftig im Verein „Museum der Deutschen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks“ zusammen.

Ziel ist es, die Geschichte des Bevölkerungsschutzes erstmals gemeinsam und aus einer übergreifenden Perspektive darzustellen. Das Museum soll als Ort der Begegnung, als Kompetenzzentrum und als Leitmuseum auf nationaler Ebene wirken.

Auch Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, unterstrich die Bedeutung des historischen Gedächtnisses, des Ehrenamts und der Zusammenarbeit für das Gemeinwohl. Die Stadt Fulda unterstützt das Vorhaben maßgeblich; Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld betonte die Rolle des Museums als Verbindung von historischer Erinnerung und zeitgemäßer Bildungsarbeit.

Das Konzept des gemeinsamen Museums

Die geplante Dauerausstellung verknüpft die Geschichte der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks mit der jahrhundertelangen Suche nach Sicherheit. Dabei werden zwei zentrale Säulen des Bevölkerungsschutzes miteinander verbunden: die bürgerschaftliche Selbstorganisation, insbesondere durch die Freiwilligen Feuerwehren, und das staatliche Schutzversprechen, verkörpert durch das THW als Zivilschutzorganisation des Bundes.

Unter dem Leitmotiv „Helfen in der Not“ soll das Museum individuelle Einsatzgeschichten würdigen und zugleich die gemeinsamen Werte von Zusammenarbeit, Verantwortung und Vertrauen sichtbar machen. Das Projekt wird mit acht Millionen Euro aus dem Förderprogramm KulturInvest gefördert; der Baubeginn ist für das kommende Jahr geplant.

Diese herausragende Bedeutung unterstrichen auch MdB Michael Brand, MdL Thomas Hering, Norbert Fischer, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Hessen, sowie Sabine Lackner, Präsidentin der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk in ihren Grußworten.

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