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Haushalt 2016: THW geht personell und finanziell gestärkt in die Zukunft

Das Technische Hilfswerk wird vom Bund noch besser und nachhaltiger aufgestellt. Das hat die Große
Koalition in Übereinstimmung mit den weiteren Parteien im Haushaltsausschuss des Deutschen
Bundestages in mehrstündigen Verhandlungen in der Nacht auf Freitag beschlossen. Das THW erhält
im Haushalt 2016 insgesamt 208 neue Stellen und 15 Stellen Überhangpersonal aus dem
Bundeseisenbahnvermögen. Zudem steigt der Haushalt für das THW im kommenden Jahr um
insgesamt rund 43,2 Millionen Euro. Hierzu erklärt der Präsident der THW‐Bundesvereinigung e. V.,
Stephan Mayer, MdB, der auch innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU‐Bundestagsfraktion ist:

„Gerade momentan bringen die zumeist ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des THW
hinsichtlich der Bewältigung der Asyl‐ und Flüchtlingslage eine enorme und herausragende Leistung.
Seit 2014 waren insgesamt mehr als 13.000 THW‐Kräfte im Einsatz. Zum Teil gehen hier die
ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer an die Grenzen des Machbaren. Das Ergebnis der
Haushaltsverhandlungen ist ein wichtiges und eindeutiges Signal, dass diese Leistung von der Politik
anerkannt wird. Diesen herausragenden Erfolg konnten wir nur in einem Schulterschluss mit
Abgeordnetenkolleginnen und ‐kollegen der CDU/CSU‐Fraktion und der SPD‐Fraktion im Deutschen
Bundestag erreichen. Von der CDU/CSU‐Bundestagsfraktion setzten sich vor allem der zuständige
Berichterstatter Dr. Reinhard Brandl, MdB und von der SPD‐Bundestagsfraktion der zuständige
Berichterstatter Martin Gerster, MdB nachdrücklich für die Belange des THW ein.“
Im Rahmen des Asylpakets erhält das THW 74 neue Stellen zur Verstärkung besonders betroffener
Geschäftsstellen, der Landesverbände und seiner Zentrale. Die Sachmittel des THW werden um 19
Millionen Euro erhöht. Diese Erhöhung dient vor allem der Deckung zusätzlicher Ausgaben für
Ehrenamtliche, denen eine Kompensation für ihren Verdienstausfall gezahlt wird.
Begleitend zum Asylpaket wird das THW zusätzlich mit 134 Stellen gestärkt. So sollen zum Beispiel
fest angestellte Gerätehandwerker die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer von Wartungs‐ und
Prüfaufgaben entlasten. Die Selbstbewirtschaftungsmittel für die Ortsverbände werden für 2016 um
acht Millionen Euro erhöht. Mit einer zusätzlichen Ausbringung von zwei Millionen Euro ist der Weg
frei für ein Kooperationsprojekt zwischen THW und DLRG (Deutsche Lebens‐Rettungs‐Gesellschaft e.
V.) zur Aufstellung einer deutschen Einsatzeinheit für Bergungs‐ und Rettungseinsätze unter Einsatz
von Booten bei Überschwemmungen (EU‐Modul 17).
Hintergrund:
Die Struktur des THW ist weltweit einmalig. Organisatorisch gehört das THW als Bundesanstalt zum
Geschäftsbereich des Bundesministers des Innern. Jedoch sind nur ein Prozent der Mitarbeiter
hauptamtlich für die Behörde tätig. 99 Prozent der THW‐Angehörigen arbeiten ehrenamtlich im
THW. In 668 Ortsverbänden engagieren sich bundesweit mehr als 80.000 Helferinnen und Helfer in
ihrer Freizeit, um Menschen in Not kompetent und engagiert Hilfe zu leisten. Das THW passt bereits
seit über 60 Jahren seine Strukturen flexibel den sich ändernden Gefahrenlagen an. Modernes
Einsatzgerät und gut ausgebildete Spezialisten sind Grundlage der hohen Effizienz – in Deutschland
und der ganzen Welt.
Stephan Mayer, MdB, Präsident der THW‐Bundesvereinigung e. V., Innenpolitischer Sprecher der
CDU/CSU‐Bundestagsfraktion, 13.11.2015

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