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THW-Hilfe für syrische Flüchtlinge – perfekt aufeinander abgestimmt

Bundesvereinigung e. V., Stephan Mayer, MdB hat mit einer hochrangigen Delegation die Flüchtlingslager des Technischen Hilfswerkes in Jordanien und Nordirak besucht. Während der mehrtägigen Reise in der vergangenen Woche (16. bis 18. Juli 2014) informierte sich Mayer über die prekäre Lage, unter der Tausende von syrischen Flüchtlingen leiden, und über die äußerst wertvolle Hilfe des Technischen Hilfswerkes. Weitere Mitglieder der Delegation waren unter anderem der Leiter der Abteilung für Krisenmanagement im Bundesministerium des Innern, Franz-Josef Hammerl, sowie der Präsident des THW, Albrecht Broemme.

Der Präsident der THW-Bundesvereinigung e. V., Stephan Mayer, MdB begrüßt

Der Präsident der THW-Bundesvereinigung e. V., Stephan Mayer, MdB begrüßt jordanische Helfer des THW im Flüchtlingscamp Azraq.

Mayer ist von den Erlebnissen tief beeindruckt: „Es ist unvorstellbar, was die Menschen, egal ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, auf ihrer Suche nach einer neuen Heimat an Leid alles auf sich nehmen. Ihnen gilt mein ganzes Mitgefühl. In dieser prekären Lage leisten die Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerkes einen großartigen Beitrag, dieses Leid zu lindern. Mit ihrem exzellenten technischen Wissen und ihrem durch viele Übungen perfekt aufeinander abgestimmten Einsatz bieten sie den Flüchtlingen die wichtigsten Faktoren zum Überleben: Sie liefern in entlegenen Regionen, weit ab von Luxus und hochentwickelter Infrastruktur, mit Aufbereitungsanlagen die nötige Menge an sauberem Wasser und mit Sanitäranlagen die nötige Hygiene.“ Der Präsident der THW Bundesvereinigung ist stolz auf diese Leistung. Mayer betont: „Als ,humanitäre Botschafter‘ tragen die vorwiegend ehrenamtlich tätigen THW-Helferinnen und -Helfer im Ausland maßgeblich dazu bei, ein positives Bild von Deutschland zu repräsentieren. “

Das THW ist seit April 2012 in Jordanien aktiv. Von Juli 2012 bis Juni 2013 waren Helferinnen und Helfer im Flüchtlingslager al Za’atari, welches Platz für rund 100.000 Flüchtlinge bietet, stationiert. Seit Mitte Mai 2013 sind Helferinnen und Helfer tatkräftig bei den Planungen und dem Aufbau eines neuen Flüchtlingslagers nahe der Stadt al Azraq im Westen Jordaniens mit dabei. Das THW hat es sich zum Ziel gesetzt, auch längerfristige Perspektiven zu entwickeln, denn ein Ende der humanitären Not ist nicht abzusehen.

Dieser Flüchtlingsjunge im nordirakischen Basirma freute sich über den Besuch

Dieser Flüchtlingsjunge im nordirakischen Basirma freute sich über den Besuch des Präsidenten der THW-Bundesvereinigung e. V., Stephan Mayer, MdB.

„Das THW ist für mich die erste Adresse in technischen Fragen“, sagte die für den Betrieb des Camps verantwortliche Vertreterin des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR), Bernadette Castel-Hollingsworth, bei ihrem Treffen mit der Delegation in Al Azraq. Die Gesandte der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Ines Gessner, betonte gegenüber der Delegation die herausragende Wichtigkeit des THW für die Flüchtlingshilfe in Jordanien als ein sichtbares Zeichen der Solidarität der Bundesregierung. In Jordanien befinden sich mehr als 600.000 durch UNHCR registrierte Flüchtlinge. „Das ist angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage eine erhebliche Belastung.“

In der Region Kurdistan im Norden des Irak sind mehr als 220.000 Menschen registriert, die vor dem Bürgerkrieg in Syrien geflohen sind. Dazu kommen die Vertriebenen der anhaltenden Kämpfe im Irak selbst. Der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland, Alfred Simms-Protz, begrüßte die Delegation in Erbil und erläuterte die besondere Bedeutung der deutschen Hilfe: Die Region Kurdistan sei geprägt von einer relativen Stabilität in einer zunehmend instabilen Region. Neben der unmittelbaren humanitären Hilfe leiste das THWauch dazu einen wesentlichen Beitrag.

Das THW ist seit November 2013 in der Region Kurdistan-Irak aktiv. Das THW unterstützt hier sowohl die Kurdische Regionalregierung, als auch UN-Organisationen, insbesondere UNHCR sowie Nichtregierungsorganisationen bei der Durchführung ihrer Projekte zur Unterstützung syrischer Flüchtlinge. Im Gegensatz zu Jordanien verteilen sich die Flüchtlinge, im Bereich der unter Kontrolle der Kurdischen Regionalregierung stehenden Gebiete, auf acht Flüchtlingslager und zwei weitere Transitlager. Ebenso gibt es eine große Gruppe an syrischen Flüchtlingen, die entweder selber Wohnraum angemietet oder bei Verwandten in der Region Zuflucht gefunden haben.

Präsident der THW-Bundesvereinigung e. V., Stephan Mayer, MdB informiert sich

Präsident der THW-Bundesvereinigung e. V., Stephan Mayer, MdB informiert sich mit dem Präsidenten der THW-Bundesanstalt, Albrecht Broemme, über die Entnahmestellen für Wasser im jordanischen Flüchtlingscamp Azraq.

Im Flüchtlingslager in Basirma machten sich die Teilnehmer ein Bild von der Lage der Menschen. In Basirma leben 3.500 Menschen unter sehr schwierigen Bedingungen. Allein die Temperaturen betragen zurzeit knapp 50 Grad Celsius. „Die Versorgung der Flüchtlinge mit Wasser hat höchste Priorität, zugleich müssen die hygienischen Bedingungen verbessert werden, um den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern“, erklärte die Campleiterin in Basirma, Jennifer Robinson vom Danish Refugee Council (DRC). Vertreter der kurdischen Regionalregierung sowie der Vereinten Nationen dankten für die Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland in der Flüchtlingshilfe. „Wir sind auch weiterhin auf unsere Partner wie das THW angewiesen“, betonte der Repräsentant des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF), Dr. Marzio Babille, anlässlich des Besuchs. Dabei gehe es trotz der immensen akuten Notlage darum, nachhaltige Lösungen zu entwickeln, denn man müsse davon ausgehen, dass sich die Lage kurzfristig nicht entspannt.

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