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Prämierung des Ideenwettbewerbs der THW-BV im BMI

„Helfer binden • Helfer finden • Sympathieträger mehren“

Im Besucherzentrum des Bundesinnenministeriums (BMI) in Berlin fand die Prämierung des zweiten Ideenwettbewerbs statt.

2015 09 11 THW Bundesvereinigung Ideenwettbewerb Jörg Peter 31 WEB

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Sieger des 2. Ideen-Wettbewerbs „Helfer finden – Helfer binden – Sympathieträger mehren“ wurden im neuen Bundesinnenministerium prämiert.

Der erste Preis ging in den THW-Ortsverband Coburg, der seit ca. eineinhalb Jahren mit einem außergewöhnlichen Werber auf sich aufmerksam macht: Hugo – der THW-Helfer mit dem QR-Code. Die lebensgroße Puppe in THW-Einsatzkleidung fährt Omnibus, sitzt in Cafés und an Bushaltestellen – überall da, wo viele Menschen sind, macht Hugo stumm auf sich aufmerksam und ist doch so auskunftsfreudig, wenn man den QR-Code benützt, der direkt zur Homepage des THW-Ortsverbandes Coburg führt. Hugo war natürlich auch in Berlin der Hingucker im Ministerium und hat sich bereitwillig zu einem Gemeinschaftsfoto der Preisträger zusammen mit dem THW-Präsidenten Albrecht Broemme am Ministeriumsportal gesetzt.

Über 50 Frauen und Männer hat Referatsleiter Andreas Höger von KM 3 (Abteilung Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz) im neuen Bundesinnenministerium willkommen heißen können.

Begrüßung RL KM 3

Andreas Höger, Referatsleiter KM 3 BMI

Viele, die zur Preisverleihung kommen wollten, waren unabkömmlich in der Stabsbesprechung für Flüchtlingsfragen eingebunden – wie auch THW-Präsident Broemme, der zum Ende der Veranstaltung den Gewinnern noch persönlich gratulierte.

 

Stephan Mayer, MdB, der Präsident der THW-Bundesvereinigung, begrüßte die Teilnehmer der Festveranstaltung im BMI, an der auch der geschäftsführende Vizepräsident Rüdiger Jakesch teilnahm.

Stephan Mayer, MdB, benannte in seiner Willkommensrede ebenfalls das Flüchtlingsthema, das auch den Vizepräsidenten des THW, Gerd Friedsam, von einer Teilnahme abhielt. Mayer hob hervor, dass die Einsatzsicherheit des THW durch etwaige Einquartierungen von Flüchtlingen nicht beeinträchtigt werden dürfe und auch die Motivation der THW-Helferinnen und -Helfer im Blickpunkt stehen müsse.

Der Präsident zitierte das Staatsoberhaupt. Joachim Gauck hatte bei seinem Besuch beim THW in Bonn am 31. August das THW als „Marke, die für Deutschland steht, wie Daimler oder BMW“ bezeichnet. Diese Reputation sei ein Gut, das es zu erhalten gelte.

Der THW-BV-Präsident bedankte sich bei Siglinde Schneider-Fuchs, die den Ideen-Wettbewerb nun zum zweiten Mal erfolgreich abwickelt, unterstützt durch das Team der BV-Geschäftsstelle Berlin.

Wenige Tage vor der Prämierung im BMI hatte der THW-LB RD seinen 65. Geburtstag gefeiert. THW-BV-P Mayer, MdB, gratulierte ihm sehr herzlich.

25 Ideen waren bei der THW-Bundesvereinigung eingegangen – jede für sich ein Weg, Menschen im THW zu halten, sie für die Idee THW zu gewinnen.

Elke Mierzwa, Jugendbetreuerin im THW-Ortsverband Coburg und berufliche Mitarbeiterin in der THW-Geschäftsstelle Bamberg des THW-Landesverbandes Bayern, ist die Erfinderin von Hugo und nahm den Preis für die Wirklichkeit gewordene Idee in Berlin entgegen. Die 2.000 Euro, die für den ersten Platz ausgelobt waren, kommen der Jugendarbeit des Ortsverbandes zu Gute.

Siglinde Schneider-Fuchs würdigte die Ideen und überreichte die Preise. Erste Preisträgerin ist Elke Mierzwa mit ihrem Hugo.

Den zweiten Platz sprach das Auswertungsgremium der „Blaulichtkiste“ zu, die im Raum Brilon in Nordrhein-Westfalen für den dortigen Ortsverband wirbt. Martina Schletter, die Verwaltungsbeauftragte und Helfersprecherin des Ortsverbandes, hatte sich von der Stadtbibliothek inspirieren lassen, die themenorientierte Bücherkisten verleiht. Sie nahm auch den Preis in Berlin entgegen. Die 1.500 Euro sollen der gezielten Öffentlichkeitsarbeit dienen. Der Inhalt der Bücherkiste war im Bild dargestellt im BMI nachzuvollziehen.

Zweite Preisträgerin ist Martina Schletter.

Die Einzelheiten dazu und zur sachgerechten Umsetzung werden – wie auch die Inhalte aller anderen Ideen – in wenigen Wochen auf dieser Homepage der THW-Bundesvereinigung zu finden sein, inklusive der Ansprechpartner.

Den dritten Platz (1.000 Euro) erzielte Peter Grabosch, Ausbilder Grundausbildung beim THW-Ortsverband Garmisch-Partenkirchen, THW-Landesverband Bayern, für seine „Variationen der Spanntransparente“, die er mit dem EGS (Einsatzgerüstsystem) zaubern kann. Peter Grabosch hatte noch eine Gestaltungsidee für die Spanntransparente als eigene Bewerbung eingereicht, die ebenfalls viele Varianten aufweist.

Der dritte Preisträger ist Peter Grabosch.

Platz vier erhielt die Idee des THW-Arbeitgeber-Abends. Der THW-Ortsverband Nordhorn aus dem Landesverband Bremen/Niedersachsen hatte sie eingereicht und wusste von guten Erfahrungen zu berichten. Kai Schmidt, der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit des Ortsverbandes, hatte eine Idee aufgegriffen, realisiert und eingereicht, die den Firmen den Mehrwert des THW für das Unternehmen bewusster machen kann, das Ansehen der Helferin und des Helfers aufwertet und akzeptierten Freiraum für Ausbildung und Einsatz schaffen hilft. Der vierte Platz ist mit 500 Euro dotiert, und Kai Schmidt nahm den repräsentativen Scheck und die Urkunde in Empfang.

Der vierte Preisträger ist Kai Schmidt.

Den fünften Platz erreichte die Idee von der zeitgemäßen Erreichbarkeit aus dem OV Köln-Porz in Nordrhein-Westfalen. Markus Schiffer, Gruppenführer der B1, hatte sie eingereicht, Alexander Gorenstein und Steven Libot nahmen den Preis entgegen. Auch diese Idee basiert auf die Wissensvermittlung per QR-Code, in diesem Falle jedoch mit einem Turm aus EGS-Teilen. Die Idee hatte den Namen „THW-Quick Response“ und brachte dem Team ebenfalls 500 Euro ein.

Den Preis für den fünften Platz nahmen Alexander Gorenstein und Steven Libot entgegen.

Der sechste Platz im Ideen-Wettbewerb beinhaltet einen völlig anderen Ansatz, Menschen an die Organisation zu binden und den Kreis der Mitwirkenden und Sympathisanten zu erhöhen. „Schönes Wochenende“ will durch gemeinsame Freizeiterlebnisse am Rande des THW engere Bindungen schaffen. Sowohl die Generationen der THW-Helferinnen und -Helfer als auch diejenigen der Junghelfer laden Freunde, Partner, Bekannte, Geschwister, Eltern ein, um gemeinsam Zeit mit Kochen und Essen sowie gemütlichem Beisammensein zu verbringen. Die Helfer können dies jeweils freitags tun, die Jugend immer an einem Samstag im Monat. Schon mit einer Reihe von positiven Erfahrungen versehen, präsentierte Silvio Hertwig, der Jugendbetreuer des THW-OV Melsungen im Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland das Projekt. Auch hier geht das Preisgeld (500 Euro) in die weitere Projektarbeit.

Sylvio Hertwig nahm den Preis für den sechsten Platz entgegen.

Für den siebten Platz konnte die Jury keine Wertung finden – sie befand zwei eingereichte Ideen für gleich preiswürdig – so unterschiedlich sie im Ansatz auch sind.

Die beiden Preisträger kommen aus Nordrhein-Westfalen. Beide sind um mehr Helferinnen und Helfer bemüht – auf sehr eigene Weise.

Jualian Hainer, Jugendbetreuer aus dem THW-Ortsverband Halle in NW möchte ehemalige Junghelfer zurückholen.

Julian Hainer nahm den Preis für einen der beiden siebten Plätze entgegen.

Er sieht das Kontakthalten als einen Weg, aber auch das gezielte Einladen zu einem „Ehemaligen-Treffen“ der 20-30 jährigen.

Der Verbleib der Junghelfer im THW ist das Ziel des Projektes von Paul Wehry, Ausbildungsbeauftragter im Ortsverband Rheine, NW, der die Grundausbildung als Integrationsmodell ausgearbeitet hat.

Der andere siebte Preis ging an Paul Wehry.

Beide siebten Plätze wurden mit jeweils 100,- Euro belohnt.

 

Der Landesverband Nordrhein-Westfalen war vertreten durch den Referatsleiter Einsatz Nick Hefner und den Landessprecher Hermann Klein-Hitpaß.

v.l.n.r.: Holger Rabe, Julian Hainer, Stephan Dohle, Martina Schletter, Nicolas Hefner, Hermann Klein-Hitpaß, Rainer Schwierczinski, Gerd Frey, Sarah und Paul Wehry, Steven Libot, Alexander Gorenstein

 

Aus dem Landesverband Bremen/Niedersachsen nahmen der Landesbeauftragte Ralph Dunger und der Landessprecher Wolfgang Lindmüller an der Prämierung teil.

v.l.n.r.: Ralph Dunger, Johann Thys, Tom Gausmann, Lars Lögte Kleine, Kai Schmidt, Wolfgang Lindmüller

 

Der Landessprecher Rudi Skalitzky und der Referent Einsatz Tilman Gold vertraten den Landesverband Bayern.

Für alle – die besonders ausgezeichneten und die weiteren eingereichten Ideen gilt: sie werden für alle zugänglich auf der Homepage eingestellt und können so – mit den nötigen örtlichen Unterschieden – von allen THW-Ortsverbänden, unterstützt durch die THW-Helfervereine, praktiziert werden. Diejenigen, die sich mit Ideen beteiligt haben, erhalten alle in den nächsten Wochen eine Teilnehmerurkunde und Werbematerial.

Die Ideen-Geber sind aufgefordert, ihre aktualisierten Versionen (gerne auch inklusive der Erfahrungen) binnen drei Wochen dafür zur Verfügung stellen.

Nach vielen Erinnerungsfotos und regen Gesprächen zum Erfahrungsaustausch klang der Tag für die Preisträger und ihre Begleiter mit einem gemeinsamen Abendessen im Paris-Moskau (Ein besonderes Restaurant, das 1898 gegründet worden ist und heute unmittelbar vor dem Ministerium steht) gemütlich aus.

sf

Fotografen waren Jörg Peter und Martina Schletter